
Was tun, wenn das Kind keine Lust mehr hat ?
- kim89935
- 19. Aug. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Fast jedes Kind hat Phasen, in denen es keine Lust mehr auf das Training hat – sei es beim Fußball, beim Klavier oder eben auch beim Krav Maga. Für Eltern stellt sich dann schnell die Frage: „Soll ich mein Kind weitermachen lassen oder lieber aufhören?“
Die gute Nachricht: Meistens steckt dahinter keine grundsätzliche Ablehnung, sondern ganz normale Entwicklungsschritte. In diesem Artikel erfährst du, warum Kinder manchmal das Interesse verlieren und wie du sie sinnvoll unterstützen kannst.
1. Verstehen, warum die Lust fehlt
Es gibt viele Gründe, warum Kinder plötzlich nicht mehr begeistert ins Training gehen wollen:
Überforderung – vielleicht fühlt sich eine Technik noch zu schwer an.
Unterforderung – wenn Kinder das Gefühl haben, nicht genug gefordert zu sein.
Soziale Gründe – vielleicht gibt es Streit mit einem anderen Kind oder das Kind fühlt sich unsicher in der Gruppe.
Andere Interessen – je älter Kinder werden, desto mehr möchten sie Neues ausprobieren.
Alltagsstress – Schule, Hausaufgaben und Freizeitaktivitäten können viel Energie kosten.
👉 Wichtig ist: Erst zuhören, dann analysieren. Kinder brauchen das Gefühl, ernst genommen zu werden
2. Positive Motivation statt Druck
Eltern meinen es gut, wenn sie sagen: „Du gehst da jetzt hin, das ist wichtig!“ – aber oft bewirkt Druck das Gegenteil. Besser ist es, positive Motivation zu schaffen:
Ziele aufzeigen: „Weißt du noch, wie stolz du warst, als du die letzte Technik geschafft hast?“
Spaß in den Vordergrund stellen: Training als Abenteuer, nicht als Pflicht
3. Gemeinsame Routinen entwickeln
Kinder brauchen Struktur, um dranzubleiben. Hilfreich ist:
Feste Trainingstage wie ein fester Termin im Kalender.
Vorher kleine Rituale: Lieblings-Snack, Lieblingsmusik oder ein motivierender Spruch.
Begleitung: Wenn Eltern mit ins Training kommen, zuschauen oder danach darüber sprechen, fühlen sich Kinder unterstützt.
4. Durchhalten oder aufhören?
Natürlich gibt es Situationen, in denen ein Kind tatsächlich langfristig kein Interesse mehr hat. Aber häufig ist es nur eine Phase.
Ein guter Richtwert:
2–3 Monate durchhalten und gemeinsam Lösungen suchen.
Wenn nach dieser Zeit klar wird, dass dein Kind wirklich dauerhaft unglücklich ist, dann ist es okay, eine Pause einzulegen.
Oft kehren Kinder nach ein paar Monaten freiwillig zurück, weil sie merken, wie wertvoll das Training war.
Warum Durchhalten sich lohnt
Gerade beim Krav Maga lernen Kinder nicht nur Techniken, sondern auch:
Selbstbewusstsein im Alltag.
Respekt und Disziplin, ohne Zwang.
Körperliche Fitness – ein super Ausgleich zur Schule.
Resilienz – also die Fähigkeit, Rückschläge zu meistern.
Das sind Fähigkeiten, die weit über die Trainingshalle hinaus wirken.
Fazit
Wenn Kinder mal keine Lust mehr auf das Training
haben, ist das völlig normal. Entscheidend ist, ruhig zu bleiben, zuzuhören und gemeinsam Wege zu finden. Mit positiver Motivation, klaren Routinen und enger Zusammenarbeit zwischen Eltern und Trainern lassen sich fast alle Durchhänger überwinden.
Und wer weiß – vielleicht ist genau dieser Moment die wichtigste Lektion: Dranbleiben, auch wenn es mal schwerfällt.




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